Kabusecha Tee

Als Kabusecha wird ein grüner Tee aus Japan bezeichnet. Die Teesträucher, welche für die Produktion dieses Tees bestimmt sind, werden dabei vor der Ernte für einige Tage von der Sonne geschützt. Dieser Vorgang verleiht dem Kabusecha ein frisches und grasiges Aroma.


Name:Kabusecha ( かぶせ茶)

Anbaugebiet:Japan

Erntezeit:April und Mai

Geschmack:frisch, süß und grasig

Qualität:hochwertiger grüner Tee

Zubereitung:1 gestrichener Löffel Tee bei 60 bis 75° Celsius

Ziehzeit:knapp 2 Minuten

Tassenfarbe:grün bis golden


Der Kabusecha ist ein grüner Tee aus Japan. Dieser wird aus Teesträuchern gewonnen, die knapp vor der Ernte für ungefähr 7 bis 10 Tage mit Hilfe von Netzen abgedeckt werden, um den Tee vor dem Sonnenlicht zu schützen.

Diesem Umstand hat der Kabusecha auch seinen Namen zu verdanken. „Kabuse“ bedeutet in etwa „Umhüllen“, womit man den Kabusecha im Deutschen wohl auch als „umhüllten Tee“ bezeichnen könnte. Dieses Bedecken und die damit verbundene niedrigere Sonneneinstrahlung verleihen dem grünen Tee ein besonders grasiges Aroma. Zudem vermindert das Umhüllen die Bildung von Bitterstoffen, was den Tee bekömmlicher macht.

Anbau und Ernte

Angebaut wird der Kabusecha auf dafür eigens angelegten Plantagen, auf denen er zunächst unter voller Sonneneinstrahlung aufwächst. Erst 7 bis 10 Tage vor der Pflückung werden die Teesträucher dann mit den sogenannten Kabusen umhüllt.

Anders als beim Anbau von Gyokuro und Tencha aber, werden beim Kabusecha nicht die ganzen Plantagen, sondern die einzelnen Teesträucher separat umhüllt. Auf diese Weise versucht man jene Lichtverhältnisse, unter denen der Tee in der freien Natur aufwachsen würde, so gut es geht zu imitieren. So erhält dieser Tee ein natürliches und frisches Aroma.

Produktion

Die Weiterverarbeitung findet dann aber wieder auf die für Japan typische Art und Weise statt. So werden die gerade geernteten Teeblätter zunächst mit heißem Wasserdampf erhitzt, damit die Fermentation gestoppt wird.

Anschließend rollt man die die Blätter mit Hilfe von Maschinen um deren Zellwände aufzubrechen. So gibt der Tee beim Aufbrühen sein Aroma leichter und schneller an das Wasser ab. Zum Abschluss wird der Kabusecha dann noch mit heißer Luft getrocknet und schließlich luftdicht verpackt.

Qualität und Geschmack

Qualitativ gehört der Kabusecha sicher zu den besten Grünteesorten Japans und kann auch dem Vergleich mit den besten Sorten aus China problemlos statthalten.

Das Imitieren der natürlichen Lichtverhältnisse verleiht dem Tee nämlich einen angenehm süßen und nussigen Geschmack. Vom Sencha unterscheidet er sich dabei vor allem durch eine geringere Bitterkeit und ein breiteres Spektrum an feinen Aromen. Zudem zeichnet sich der Kabusecha durch einen vergleichsweise hohen Gehalt an Chlorophyll, Karotin, Theanin und Koffein aus.

Zubereitung

Zubereitet wird dieser grüne Tee recht unspektakulär. So wird der Kabusecha in ungefähr 60° bis maximal 75° heißem Wasser knapp zwei Minuten lang aufgebrüht. Entscheidend ist hierbei vor allem die Wassertemperatur. Wenn diese zu hoch ist verliert der Tee in der Regel einen großen Teil der feineren Aromen und schmeckt relativ fad.

Zudem sollte man bei der Zubereitung von solch hochwertigen Tees auf eine angemessene Wasserqualität achten. Ein zarter und milder Tee wie der Kabusecha kann sich in hartem Wasser nämlich nicht richtig entfalten.

Sonstiges

Kabusecha wird in Japan nicht zu den Alltagstees gezählt. Das bedeutet, dass er für gewöhnlich nur zu besonderen Anlässen zubereitet wird und nicht um sich nach dem Essen damit den Mund zu spülen.

Dies sollte man meiner Meinung nach auch hierzulande berücksichtigen und dem Tee beim Trinken eine gewisse Achtsamkeit entgegenbringen. Nur wer solchen Tees seine ganze Aufmerksamkeit schenkt, kann die Vielfalt der Aromen erkennen und den Kabusecha richtig genießen.

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