Matcha Tee

Der Matcha ist ein beliebter grüner Tee aus Japan. Dieser Schattentee besitzt in der Regel eine hohe Qualität und zeichnet sich durch einen bitteren, aber gleichzeitig dennoch erfrischenden Geschmack aus.


Name:Matcha (抹茶)

Anbaugebiet:Japan

Erntezeit:Mai

Geschmack:herb und bitter

Qualität:sehr gut

Zubereitung:das Matcha Pulver wird mit ungefähr 60°Celsius heißem Wasser vermischt

Ziehzeit:-

Tassenfarbe:kräftiges Grün


Der Matcha gehört zu den bekanntesten Teesorten Japans. Ursprünglich wurde er dort vor allem im Rahmen der Teezeremonie, einer alten japanischen Tradition, getrunken. Heutzutage allerdings wird dieser Tee insbesondere in den westlichen Ländern zu den Wellnessgetränken gezählt, was aufgrund seiner vielfältigen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit auch nicht verwunderlich ist. Daher wage ich zu behaupten, dass nur mehr ein kleiner Teil der Gesamtproduktion im Rahmen der ursprünglichen Zeremonie getrunken wird.

Meiner Meinung nach sollte man diesen grünen Tee aber nicht auf die gesundheitliche Wirkung reduzieren. Guter Matcha besitzt nämlich auch ein recht herbes, zugleich aber auch unglaublich frisches Aroma – der Tee gehört sicher zu den besten Empfehlungen für Teeliebhaber.

Eine Besonderheit dieses grünen Tees ist die Tatsache, dass die dafür verwendeten Teeblätter nach der Ernte zu einem feinen Pulver gemahlen werden. Diesem Umstand verdankt diese Teesorte auch ihren Namen: Matcha bedeutet übersetzt soviel wie „gemahlener Tee“.

Matcha ist somit die fertig verarbeitete Version des Tenchas – des „noch zu mahlenden Tees“.

Anbau und Ernte

Angebaut werden die Teesträucher, deren Blätter später für den Matcha verwendet werden, als sogenannte Schattentees. Das heißt, dass die Felder auf denen diese Sträucher wachsen knapp drei bis vier Wochen vor der Ernte mit Strohmatten bedeckt werden.

Auf diese Weise wird die Sonneneinstrahlung um bis zu 90 Prozent reduziert, wodurch sich die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe der Teeblätter verändert – diesem Vorgang hat der Matcha seine „Süße“ zu verdanken.

Die Ernte der Blätter erfolgt üblicherweise ungefähr 88 Tage nach Beginn des japanischen Frühlings – also Anfang Mai. Dies geschieht dabei häufig noch per Hand, da nur so sichergestellt werden kann, dass nur die besten Blätter des Teestrauchs im fertigen Tee landen.

Produktion des Matchas

Direkt nach der Pflückung werden die Teeblätter in großen Maschinen mit Hilfe von heißem Wasserdampf erhitzt. Damit wird die Fermentation des Tees gestoppt und dafür gesorgt, dass dieser nicht zu einem Schwarztee wird.

Für die Zubereitung von Matcha benötigt man spezielles Zubehör

Für die Zubereitung des Matcha Tees wird spezielles Zubehör benötigt

Nach dem Erhitzen werden die Blätter dann mit Hilfe von warmer Luft getrocknet und im Anschluss daran in kleine Stücke geschnitten.

Auf diese Weise ist es einfacher, die für den Matcha nicht gebrauchten Blattbestandteile wie Stängel und Blattrippen auszusortieren – im fertigen Tee ist nämlich nur das „reine Blatt“ erwünscht. Dieses wird in diesem Zustand aber noch als Tencha bezeichnet.

Erst nach einem weiteren Arbeitsschritt, dem Mahlen der Blätter in kleinen Steinmühlen, wird der Tee als Matcha bezeichnet.

Qualität und Geschmack

Qualitativ gehört der Matcha sicher zu den besten japanischen Teesorten. Der Anbau als Schattentee, sowie die Sorgfalt beim Pflücken und Verarbeiten der Blätter sorgen für einen tollen Tee.

In Sachen Geschmack lässt sich der Matcha aber dennoch nicht mit den anderen Sorten von grünem Tee vergleichen, da bei diesem Tee das gesamte Blatt getrunken wird. So schmeckt er um einiges bitterer und herber als andere Sorten. Dies kann vor allem beim ersten Probieren für Irritationen sorgen.

Aber nicht ermutigen lassen: Nach ein bis zwei Tassen ist man den Tee gewohnt und nimmt die große Anzahl an feinen Aromen erst so richtig war.

Zubereitung

Wie weiter oben bereits erwähnt wird der Matcha auf eine einzigartige Weise zubereitet – hier werden die Teeblätter nämlich nicht zum „Ziehen“ ins Wasser gegeben, sondern direkt mit diesem vermischt.

Diese besondere Form der Zubereitung erfordert dabei auch spezielles Zubehör:

Der Matcha Besen besitzt 80 bis 120 Borsten

Mit dem Matchabesen wird das Pulver unter das Wasser gerührt

So wird für die optimale Dosierung des Pulvers ein besonderer Bambuslöffel verwendet. Mit diesem gibt man in etwa 2 bis 3 Gramm Matcha in eine große Schale und gießt dieses mit etwa 60° Celsius heißem Wasser auf.

Anschließend muss das Wasser und das Pulver mit Hilfe eines kleinen Bambusbesens so lange vermischt werden, bis sich auf der Oberfläche ein feiner Schaum bildet. Erst dann ist der Matcha fertig.

Sonstiges

Da ein zu Pulver geriebener Tee wie der Matcha sehr schnell an Geschmack verlieren kann, ist es wichtig auf eine korrekte Lagerung zu achten.
Aus diesem Grund muss der Matcha immer in luftdichten Behältern aufbewahrt werden – im Optimalfall sogar im Kühlschrank bei einer niedrigen und gleichmäßigen Temperatur.