Die Wirkung von Matcha

Der Matcha ist wohl jener japanische Tee, dem die meisten positiven Auswirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben werden. Aus diesem Grunde ist er auch hier in Mitteleuropa mittlerweile sehr beliebt. Leider wird dieser köstliche Tee mit seinem tollen Geschmack und seinen vielfältigen Aromen von vielen Menschen aus unseren Breiten nicht mehr des Genusses wegen getrunken – er wird eher als Wellnessgetränk betrachtet.


MatchaMatcha Tee besteht nicht aus Blättern sondern aus einem feinen Pulver.

Der Matcha ist ein beliebter grüner Tee aus Japan. Dieser Schattentee besitzt in der Regel eine hohe Qualität und zeichnet sich durch einen bitteren, aber gleichzeitig dennoch erfrischenden Geschmack aus.

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Viele der positiven Wirkungsweisen von Matcha sind dabei aber noch gar nicht bewiesen. Ob diese Sorte wirklich jenes Wundermittel ist, als das es beworben wird, wird derzeit erst genauer erforscht. Fest steht allerdings, dass diesem Tee in Japan bereits seit langer Zeit gewisse „Heilkräfte“ zugeschrieben werden und dass er dort als der gesündeste der grünen Tees gilt.

Doch warum gilt Matcha als so gesund?

Der Hauptgrund aus dem vermutet wird, dass eine Tasse Matcha gesünder ist als eine Tasse von anderen Grünteesorten, liegt nicht im verwendeten Teeblatt selbst.

Dieses unterscheidet sich hinsichtlich der Inhaltsstoffe nur unwesentlich von anderen japanischen Schattentees wie dem Gyokuro. Das einzig Besondere am Matcha sind lediglich ein vergleichsweise leicht höherer Koffeinspiegel und etwas mehr L-Theanin – zwei Stoffe, die aber auch in anderen grünen Tees in großen Mengen vorkommen und die im Zusammenspiel miteinander eine praktische Wirkung entfalten.

So wirkt das Koffein im Tee anregend, während dem L-Theanin eine entspannende Wirkung zugeschrieben wird. Beide zusammen sorgen somit für eine aufgeweckte und konzentrierte Stimmung, ohne dass man, wie beispielsweise beim Trinken von Kaffee, überdreht – perfekt für komplizierte Arbeiten.

Doch wie bereits erwähnt besitzen auch andere Sorten von grünem Tee einen recht hohen Anteil dieser beiden Stoffe. Daher sind L-Theanin und Koffein zwar praktisch, machen den Matcha aber prinzipiell nicht wirklich einzigartig.

Matcha Tee wird bei der Herstellung zu einem feinen Pulver gemahlen

Bei einem Pulvertee wie dem Matcha 'trinkt man die Teeblätter mit'

Dafür sorgt eine andere Eigenschaft dieses Tees – die Tatsache, dass Matcha als Pulvertee getrunken wird. Bei solchen Sorten von Tee nimmt man nämlich nicht nur jene Teile des Blattes auf, welche wasserlöslich sind und sich somit beim Aufbrühen vom Blatt lösen. Hier trinkt man alles.

Im Vergleich werden somit bei den meisten Tees nur ungefähr 20 Prozent der im Blatt enthalten Wirkstoffe aufgenommen, während es beim Matcha 100 Prozent sind. Darunter finden sich zum Beispiel einige nicht wasserlösliche Bestandteile wie Vitamin A, aber auch viele weitere nützliche Mineralien und Ballaststoffe.

Zudem nimmt man beim Trinken von Matcha auch, das in diesem Tee hochkonzentriert vorkommende Epigallocatechingallat auf – kurz EGCG genannt.

EGCG

Das Antioxidans EGCG gehört zu den Catechinen und kommt in allen grünen Tees in recht großen Mengen vor. Leider ist dieses aber, wie so viele andere nützliche Stoffe im Teeblatt nur bedingt wasserlöslich, wodurch beim Aufgießen der Teeblätter nur ein kleiner Anteil davon in die Tasse gelangt – beim Matcha hingegen wird alles aufgenommen.

Auf die positive Wirkung von EGCG wird heutzutage bei der Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson vertraut. Einen großen Nutzen bietet dieses Catechin aber auch als „Fänger von freien Radikalen“ wodurch es insbesondere vorbeugend gegen die Grippe wirken kann.

Zudem wird diesem Inhaltsstoff auch eine schützende Wirkung gegenüber verschiedenen Krebsarten nachgesagt, weil die Wirkstoffe von EGCG das Wachstum von Blutgefäßen hemmen und dadurch die Vergrößerung von Tumoren verringern können.