Die Zubereitung von Matcha

Matcha ist ein grüner Tee aus Japan, der hierzulande in letzter Zeit einen großen Hype erfahren hat. Dies liegt vor allem daran, dass diesem Tee jede Menge positive, gesundheitliche Auswirkungen zugeschrieben werden, welche jene von normalen grünen Tees angeblich bei weitem übertreffen.


MatchaMatcha Tee besteht nicht aus Blättern sondern aus einem feinen Pulver.

Der Matcha ist ein beliebter grüner Tee aus Japan. Dieser Schattentee besitzt in der Regel eine hohe Qualität und zeichnet sich durch einen bitteren, aber gleichzeitig dennoch erfrischenden Geschmack aus.

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Ob das stimmt und ob sich Matcha in gesundheitlicher Hinsicht wirklich stark von anderen grünen Tees unterscheidet, soll hier aber nicht das Thema sein. In diesem Artikel geht es um die richtige Zubereitung dieses Pulvertees, welche gelernt sein will.

Matcha richtig zubereiten

In Japan hat sich die Zubereitung von diesem grünen Pulvertee im Laufe der Jahre fast schon zu einer Wissenschaft entwickelt. So besteht die japanische Teezeremonie aus einer großen Anzahl an Arbeitsschritten, Abläufen und Regeln welche selbst für viele Japaner, die sich nicht ausgiebig damit beschäftigt haben, ein Rätsel sind. Umso unverständlicher ist diese Zeremonie für viele Europäer – denn eigentlich geht es um nichts anderes, als um die richtige Zubereitung eines grünen Tees.

Unser Anspruch ist oft wesentlich geringer: Wir wollen einfach einen leckeren japanischen Tee zubereiten und diesen anschließend genießen. Doch selbst wenn man Matcha auf die pragmatische Art und Weise zubereitet, gilt es einiges zu beachten.

So beginnt man am besten mit dem Vorbereiten des Zubehörs.

Dies besteht im Wesentlichen aus dem Vorwärmen der Matcha-Schale und dem Einweichen des Matcha-Besens (auch Chasen genannt) – was das spätere Schaumigschlagen des Pulvertees erleichtern soll. Logischerweise kann man die beiden Arbeitsschritte auch kombinieren und den Chasen einfach für knapp 10 Minuten zum warmen Wasser in die Schale geben.

Danach kann das Wasser abgegossen und mit dem ersten Schritt der Zubereitung begonnen werden.

1. Schritt – den Matcha in die Schale geben

Dieser erste Schritt ist recht einfach. Mit Hilfe eines Bambuslöffels, welcher häufig als Chashaku  bezeichnet wird, einfach zwei Gramm Matcha Pulver in diese Tasse geben (zwei Gramm Pulver entsprechen dabei in der Regel ungefähr zwei leicht gehäuften Löffeln).

2. Schritt – das Pulver zur Paste rühren

Anschließend gibt man am besten eine kleine Menge kaltes Wasser in die Schale. Mit diesem kann man das Pulver zu einer feinen cremigen Paste rühren und dadurch vermeiden, dass sich kleine Klümpchen im grünen Tee bilden. Außerdem lässt sich der Matcha dadurch später leichter schlagen.

3. Schritt – Wasser hinzugeben und den Matcha Aufschlagen

Als nächstes sollte man dann ungefähr 80 ml Wasser in die Schale geben. Dieses sollte dabei nicht mehr allzu heiß sein, da sonst viele der feinen Aromen des Matchas in Mitleidenschaft gezogen werden können – 60° Celsius sind in den meisten Fällen ideal.

Der Matcha Besen besitzt 80 bis 120 Borsten

Das Pulver wird mit Hilfe des Chasens aufgeschlagen

Anschließend den Matcha mit Hilfe des Chasen aufschlagen. Dabei macht man am besten kleine, flüssige Bewegungen aus dem Handgelenk heraus – verkrampfte Stöße führen zu einem schlechten Ergebnis.

Tipp: Den meisten Menschen fällt diese Prozedur im Stand leichter, da die Arme dann in einem angenehmeren Winkel zur Schale liegen.
Nach ungefähr 30 Sekunden sollte die Oberfläche des grünen Tees dann von einem cremigen und dichten Schaum bedeckt sein – der Matcha ist nun fertig und kann getrunken werden!

Ergänzungen

Falls ihnen der Vorgang nicht ganz so leicht fällt wie so manch anderen sollten Sie nicht die Geduld verlieren, denn auch in diesem Zusammenhang ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Falls sie ein eher pragmatischer Teetrinker sind, kann ich ihnen auch folgende Tipps ans Herz legen:

Tipp: Einen Milchaufschäumer zum Schlagen verwenden

So mancher „Tee-Ästhet“ fällt nach dem Lesen dieser Zeilen wohl aus den Socken, aber ich kann Ihnen einen Milchaufschäumer für die Zubereitung von Matcha nur empfehlen. Damit erhält man einen etwas luftigeren, aber meiner Meinung nach nicht schlechteren Schaum auf dem Tee.

Zudem ist ein solches Gerät auch ein heißer Tipp für all jene, die Matcha noch nie probiert haben. So muss man bei der ersten Bestellung dieses grünen Tees nicht auch gleich das ganze Zubehör anschaffen und kann erst mal ohne größere Kosten herausfinden, ob der Tee einem auch wirklich schmeckt.

Tipp: Übertriebenen Perfektionismus vermeiden

Zudem kann es manchmal ganz hilfreich sein, übermäßigen Perfektionismus bei der Matcha Zubereitung zu vermeiden. Dieser Tee schmeckt auch ohne Schaum noch richtig gut!