Usucha und Koicha– zwei Arten Matcha zu genießen

Der Matcha ist ein hierzulande äußerst beliebter grüner Tee, welcher zu Pulver gemahlen wurde. Dadurch unterscheidet er sich insbesondere in Sachen Zubereitung stark von anderen Teesorten.


MatchaMatcha Tee besteht nicht aus Blättern sondern aus einem feinen Pulver.

Der Matcha ist ein beliebter grüner Tee aus Japan. Dieser Schattentee besitzt in der Regel eine hohe Qualität und zeichnet sich durch einen bitteren, aber gleichzeitig dennoch erfrischenden Geschmack aus.

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In Japan hat sich die Kunst der Zubereitung dieses Tees sogar fast zu einer Wissenschaft entwickelt, welche nach vielen Jahren schlussendlich in der Teezeremonie gegipfelt hat. Diese japanische Tradition besteht im Großen und Ganzen aus einer Sammlung von Techniken, Regeln und Abläufen für eine Zusammenkunft, bei dem ein Gastgeber seinen Gästen Tee serviert.

Das Ritual sollte man aber auf keinen Fall mit einem europäischen „Kaffeekränzchen“ vergleichen – der komplexe Ablauf der Teezeremonie lässt sich nämlich als eine Art von „Gruppenmediation“ beschreiben.

Hier möchte ich aber nicht näher auf diese japanische Tradition eingehen, da diese in einem anderen Beitrag genauer geschildert wird. In diesem Artikel möchte ich euch lediglich zwei verschiedene Arten der Matcha-Zubereitung vorstellen zwischen denen in Japan unterscheiden wird.

Usucha (薄茶) oder Koicha (濃茶)

Im „Land der aufgehenden Sonne“ wird dieser grüne Tee in Pulverform nämlich nicht nur auf die herkömmliche Art mit viel Wasser auf wenig Tee zubereitet. Hier kennt man neben dem Usucha nämlich auch noch den Koicha – eine für viele Europäer fast schon ungenießbar dicke Paste aus Matcha Pulver.

Der Usacha (薄茶)

Matcha Tee wird bei der Herstellung zu einem feinen Pulver gemahlen

Europäer dürften den Usacha bevorzugen, bei dem das Pulver mit viel Wasser vermischt wird

Die häufigere Variante für die Zubereitung von Matcha ist allerdings auch in Japan der Usacha. Diese Bezeichnung für Tee bedeutet übersetzt soviel wie „schwacher Tee“. Das heißt, dass dieser Tee eher schwach und mild zubereitet wird und dass – im Vergleich zur Teemenge, relativ viel Wasser in die Schale kommt.

Der Koicha (濃茶)

Der Koicha hingegen wird in Japan viel seltener zubereitet. Genauso wie beim Usucha kann man auch hier direkt vom Namen des Tees auf dessen Zubereitungsart schließen.
Koicha bedeutet nämlich übersetzt „starker Tee“ – somit wird das Pulver bei dieser Form der Teezubereitung nur mit sehr wenig Wasser aufgegossen. Dies geht sogar so weit, dass das Getränk in vielen Fällen eher einer dickflüssigen Pasta als einer Schale Tee ähnelt.

Doch Koicha und Usacha unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich des für die jeweilige Zubereitung erforderlichen Wasseranteils. Für beide Tees werden nämlich auch unterschiedliche Matcha-Sorten verwendet, wobei jener Pulvertee mit der höchsten Qualität in der Regel für Koicha bestimmt ist.

Logischerweise kann man aber mit diesem unglaublich hochwertigen Pulver auch einen normalen Usacha zubereiten – man muss diesen dann nur mit etwas mehr Wasser aufgießen. Umgekehrt ist dies aber leider nicht möglich. Ein Koicha der mit etwas schlechteren Tee angerührt wurde, schmeckt für gewöhnlich viel zu bitter.