Gute Sencha Qualitäten erkennen

Sencha Tee gilt als DER japanische Alltagstee und wird zu allen möglichen Anlässen getrunken. Diese enorme Beliebtheit bewirkt, dass der Sencha eine große Menge der Teeanbauflächen Japans für sich beansprucht. Das geht sogar so weit, dass ungefähr siebzig bis achtzig Prozent der japanischen Teeproduktion auf diesen grünen Tee entfallen.


SenchaSencha Blätter Blattbild

Sencha gilt als der beliebteste Tee Japans und nimmt knapp dreiviertel des Volumens der dortigen Teeproduktion ein. Der milde und grasige Geschmack der Sorte ist vor allem bei Anfängern sehr beliebt und bietet den perfekten Ausgangspunkt für die Erkundung der Vielfalt des japanischen Grüntees.

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Dank dieser enormen Produktionsmenge ist es dann nur logisch, dass auf dem Markt eine große Vielfalt an unterschiedlichen Senchas erhältlich ist. Die Qualität dieser Sorten streut dabei extrem und kann von absoluten Spitzenqualitäten, die zu hohen Preisen verkauft werden, bis zu eher langweiligen Sorten reichen. Diese werden dabei in manchen Fällen sogar von guten Bancha Tees übertroffen.

Aus diesem Grund ist es praktisch, als Konsument die Qualität eines Senchas einschätzen zu können, ohne diesen erst trinken zu müssen. Zudem ist das gar nicht mal so kompliziert wie man eigentlich erwarten würde – in der Regel gibt es zwei wichtige Anhaltspunkte:

  • Der Zeitpunkt der Pflückung
  • Die Beschaffenheit des Teeblatts

Am einfachsten lässt sich die Qualität eines solchen Grüntees anhand des Zeitpunkts der Pflückung feststellen.

Beim Sencha bestimmt der Erntezeitpunkt die Qualität

So trifft auch bei diesem grünen Tee, die vom Darjeeling bekannte Daumenregel zu, dass jene Tees, die während der ersten Pflückung im Frühling geerntet werden, die besten sind. Diese Sorten, die bei uns für gewöhnlich als „First Flush“ und in Japan als „ichiban-cha“ bezeichnet werden, sind hierzulande meist ab Mai oder Juni erhältlich. Sie bestechen mit einem sehr weichen, grasigen und milden Aroma.

Die zweite Pflückung hingegen, die ab Mitte Mai geerntet wird und unter stärkerer Sonneneinstrahlung aufwächst, besitzt in der Regel ein deutlich kräftigeres Aroma und enthält mehr Tannin und Koffein. Dieser Tee, der bei uns auch „Second-Flush“ genannt wird, schmeckt nicht mehr ganz so lieblich und ist für gewöhnlich etwas bitter.

Leider wird Tee hierzulande aber nicht immer detailliert etikettiert. Daher ist es schwer, den Zeitpunkt der Pflückung des Senchas herauszufinden.

Doch auch in diesem Fall kann man sich selber helfen – eine gute Sencha-Qualität lässt sich nämlich meist auch anhand der Beschaffenheit des Teeblattes erkennen.

Die Qualität anhand des Teeblatts bestimmen

Sencha bietet den Vorteil, dass sich die getrockneten Blätter oft erstaunlich gut hinsichtlich ihrer Qualität und dem Zeitpunkt der Pflückungen einordnen lassen.

So zeichnen sich hochwertige Tees durch eine sehr dunkle und gleichmäßige, smaragdene Blattfärbung aus. Zudem werden die Blätter dieser Tees in der Regel äußerst fein und zart gerollt.

In günstigeren Sorten hingegen kann man viele Stängel und grobe Blätter finden, von denen viele oft auch gelblich gefärbt sind. Anhand dieser Merkmale und an einer etwas helleren Blattfarbe lässt sich der Erntezeitpunkt – und somit in den meisten Fällen auch die Qualität des Tees – recht genau bestimmen.

Kurz und bündig gilt somit:

Je dunkler, gleichmäßiger und feiner das Teeblatt, desto teurer darf der Sencha sein!